Projektgenese

Vom Protest zum Projekt- zur Entstehung des Kulturbahnhofes

2021

Am 22. Juni hat die Stadtvertretung einstimmig beschlossen, das Projekt Kulturbahnhof umzusetzen.

Am 3. März wird von der Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis 1 (Stadt Flensburg und Kreis Schleswig-Flensburg), Frau Petra Nicolaisen, die Zusage über 2.529.000 Euro Fördergeld in Form eines symbolischen Schecks überbracht.

Der Traum vom Kulturbahnhof lebt!

 

2018

Die Firma inspektour (Tourismus- und Regionalentwicklung) in Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro Schümann Sunder-Plassmann und Partner mdB werden von der Stadt beauftragt eine Machbarkeitsstudie auf der Grundlage des Konzeptes Kulturbahnhof zu erarbeiten. Es finden drei Workshops mit Beteiligung der Stadt und der Arbeitsgruppe Kulturbahnhof statt.

2017

Das Gebäude des ehemaligen Kreisbahnhofs wird unter Denkmalschutz gestellt.
Die Stadtvertreter beschließen das Projekt Kulturbahnhof weiter zu verfolgen. Hierzu wird die Entwicklung eines konkreteren Konzepts gefordert. Eine neu formierte Arbeitsgruppe erarbeitet ein entsprechendes 19-seitiges Konzept und legt es im Oktober 2017 der Stadtvertretung vor. Es trägt den Titel: „Kulturbahnhof – Soziokulturelles Bürgerzentrum Glücksburg“. Es berücksichtigt das gesamte Gebäude und damit auch die leerstehenden und nicht bewohnbaren ehemaligen Wohnungen im Obergeschoss.
Am 16. Dezember nimmt die Stadtvertretung das Konzept „grundsätzlich zustimmend unter Vorbehalt der Finanzierung zur Kenntnis“. Die Bürgermeisterin wird beauftragt die bautechnische Zulässigkeit, Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten zu eruieren.

2016

Die politischen Gremien der Stadt diskutieren seit Januar Einsparmöglichkeiten zur Konsolidierung des Haushaltes. Als freiwillige Leistung einer Gemeinde steht die Stadtbücherei daher auf der Einsparliste. Das erweckt den Protest engagierter Bürger. Ein „Runder Tisch“ mit Stadtverwaltung, Politik und Bürgern führt zu keiner Lösung. In der Folge bildet sich eine Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Nutzung des gesamten Bahnhofsgebäudes als Kulturzentrum. Dadurch erhofft man sich bessere Fördermöglichkeiten des Bundes und des Landes.

Bild: Demo am 21.05.2016: Abschlusskundgebung vor dem Glücksburger Rathaus.

Gleichzeitig bildet sich unter Führung des Vereins „Freunde der Stadtbücherei Glücksburg e.V.“ ein Aktionsbündnis in der Stadt zur Rettung der Bücherei. Hierfür werden 1482 Unterschriften gesammelt. Auf zwei Demonstrationen mit Menschenketten bekunden Bürger den Willen zum Erhalt der Bücherei.
Im Mai stellt die Arbeitsgruppe ein Konzeptentwurf für den Ausbau der Bücherei zu einem Kulturzentrum vor. Der Name „Kulturbahnhof“ wird geprägt!

Bild: Demo am 19.03.2016: Bürger schützen mit einer Menschenkette ihre Bücherei

2013

Die Stadt Glücksburg wird alleiniger Träger der Stadtbücherei. Zuschüsse des Landes fließen weiter über den Büchereiverein.
Erste Überlegungen der Stadt zur Sanierung und Nutzung des Gebäudes als Familien- und Kulturzentrum mit integrierter Bücherei. Werden nicht weiterverfolgt.

2011 

Der Kreis Schleswig-Flensburg steigt aus Kostengründen aus der Trägerschaft der Bücherei aus. Die Stadt Glücksburg trägt nun mit dem Büchereiverein die Einrichtung.

1973

Ausbau auf 242 m2. Für Kinder- und Jugendbücher wird ein eigener Bereich geschaffen. Das gesamte Erdgeschoss wird nun von der Bücherei genutzt.

1954

Die seit 1923 bestehende Bücherei zieht aus dem alten Rathaus in größere Räumlichkeiten im Erdgeschoss des ehemaligen Kreisbahnhofes und eröffnet als „Stadt- und Kreishauptbücherei“. Die Finanzierung teilen sich die Stadt, das Land (über den Büchereiverein Schleswig-Holstein) und der Kreis zu je 1/3.